Geschichte der IGOL

Seit über vier Jahrzehnten setzt sich die Interessengemeinschaft Ostschweizer Luftfahrt (IGOL) für die Interessen der Aviatik in der Ostschweiz ein. Was 1984 als Vereinigung zur Unterstützung des Flugplatzes St. Gallen-Altenrhein begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer breit abgestützten Interessenvertretung für die regionale Luftfahrt entwickelt. Die nachfolgende Chronik zeigt wichtige Stationen dieser Entwicklung auf und dokumentiert das kontinuierliche Engagement zugunsten einer starken und zukunftsorientierten Luftfahrt in der Ostschweiz.

Gründung der VPFA

Die heutige Interessengemeinschaft Ostschweizer Luftfahrt (IGOL) geht auf die Vereinigung Pro Flugplatz Altenrhein (VPFA) zurück, die am 8. Dezember 1984 gegründet wurde. Ziel war es, den Flugplatz St. Gallen-Altenrhein ideell und politisch zu unterstützen, seine Bedeutung für die Region sichtbar zu machen und die Weiterentwicklung der flugbetrieblichen Infrastruktur zu fördern.

Die Gründung fiel in eine Zeit intensiver Diskussionen über die Zukunft des Flugplatzes St. Gallen-Altenrhein. Vor diesem Hintergrund entstand das Bedürfnis nach einer Organisation, welche die Interessen des Flugplatzes und der regionalen Luftfahrt bündelt und gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit vertritt. Bereits in den ersten Jahren gelang es der VPFA, zahlreiche Mitglieder sowie Unterstützerinnen und Unterstützer zu gewinnen.

Die Flugschau von 1988

Ein wichtiger Meilenstein in der frühen Geschichte der VPFA war die Unterstützung der ersten grossen Flugschau am Bodensee im Jahr 1988. Die Veranstaltung setzte ein sichtbares Zeichen zugunsten der regionalen Luftfahrt und trug dazu bei, die Anliegen der Vereinigung einer breiten Öffentlichkeit näherzubringen.

Bereits damals vertrat die VPFA die Auffassung, dass die regionale Luftfahrt eine starke und gut koordinierte Interessenvertretung benötigt. Sie setzte sich für die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Organisationen ein und förderte den Austausch über regionale und nationale Grenzen hinweg.

Entwicklung des Flugplatzes

In den folgenden Jahren entwickelte sich der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein zunehmend zu einem Regionalflugplatz von überregionaler Bedeutung. Mit seinem Wachstum gewann er als Verkehrs-, Wirtschafts- und Standortfaktor für die Ostschweiz und das benachbarte Vorarlberg an Gewicht.

Der Flugplatz und die mit ihm verbundenen Unternehmen schufen und sicherten Arbeits- und Ausbildungsplätze in verschiedenen Bereichen der Luftfahrt. Gleichzeitig ermöglichte der Flugplatz vielen Menschen den Zugang zur Fliegerei, sei es als Freizeitbeschäftigung, in der Ausbildung oder als berufliche Perspektive.

Engagement für die regionale Luftfahrt

Die VPFA verstand den Flugplatz St. Gallen-Altenrhein als wichtigen Bestandteil der regionalen Infrastruktur. Aus ihrer Sicht stärkt ein leistungsfähiger Regionalflugplatz die internationale Erreichbarkeit unserer Region und damit auch deren wirtschaftliche Attraktivität.

Neben dem Engagement für den Flugplatz unterstützte die Vereinigung auch den Flugsport, die Nachwuchsförderung und verschiedene Luftfahrtinitiativen in der Region. Damit entwickelte sich ihr Tätigkeitsbereich zunehmend über die reine Interessenvertretung des Flugplatzes hinaus.

25 Jahre VPFA – Von der VPFA zur IGOL

Im Jahr 2009 feierte die VPFA ihr 25-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wurde am 19. und 20. September mit Mitgliedern und Gästen aus dem gesamten Dreiländereck begangen und würdigte das langjährige Engagement zugunsten der regionalen Luftfahrt.

Mit der Zeit zeigte sich jedoch, dass die Organisation längst mehr als nur den Flugplatz St. Gallen-Altenrhein vertrat. Fragen der Luftfahrtpolitik, der Nachwuchsförderung sowie die Entwicklung anderer Flugplätze in der Region gewannen zunehmend an Bedeutung.

Aus diesem Grund wurde die VPFA mit Beschluss vom 17. März 2010 in die Interessengemeinschaft Ostschweizer Luftfahrt (IGOL) umbenannt. Mit der Namensänderung trug die Organisation ihrer erweiterten Ausrichtung Rechnung und stellte die gesamte Ostschweizer Luftfahrt stärker in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit.

Zusammenarbeit und Vernetzung

Die IGOL suchte früh die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Institutionen des Luftfahrtsektors. Sie beteiligte sich an Bestrebungen, die Anliegen der Luftfahrt auf nationaler Ebene besser zu koordinieren, und pflegte den Austausch mit Verbänden, Unternehmen und Behörden.

In den letzten Jahren wurde die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern weiter ausgebaut. Dazu gehören insbesondere die Parlamentarische Gruppe Luft- und Raumfahrt St. Gallen (PGLR), der Aero-Club Ostschweiz sowie weitere Organisationen aus dem aviatischen Umfeld. Gemeinsam setzen sie sich für eine starke und zukunftsorientierte Luftfahrt in der Region ein.

Kommunikation und Veranstaltungen

Seit den 1980er-Jahren informiert die Organisation regelmässig über Entwicklungen rund um den Flugplatz St. Gallen-Altenrhein und die Ostschweizer Luftfahrt. Die Publikation AirMail dient seit Jahren als Informationsplattform für Mitglieder und Interessierte. Heute ergänzt die Website diese Kommunikation.

Zu den wiederkehrenden Aktivitäten gehören Neujahrs-Apéros, Fachveranstaltungen, Publikumsanlässe sowie Engagements in den Bereichen Luftfahrt, Ausbildung und Nachwuchsförderung. Gleichzeitig fördert die IGOL den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft, Behörden und Aviatik.

Politische Verankerung

Ein zentrales Anliegen der IGOL war und ist die politische Verankerung der regionalen Luftfahrt. Die Interessengemeinschaft setzt sich für einen sachlichen Dialog über die Bedeutung der Luftfahrt für Mobilität, Wirtschaft, Bildung und Innovation ein und unterstützt den Austausch mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene.

Zentraler Pfeiler dieses Engagements ist die 2024 gegründete Parlamentarische Gruppe Luft- und Raumfahrt des St. Galler Kantonsrates (PGLR). Als Plattform für den Dialog zwischen Politik und Luftfahrt stärkt sie die politische Verankerung der regionalen Aviatik und sensibilisiert für deren Bedeutung als Wirtschafts-, Mobilitäts- und Innovationsfaktor.

Die IGOL heute

Heute versteht sich die IGOL als starke Stimme der Ostschweizer Luftfahrt. Gemeinsam mit ihren Mitgliedern und Partnerorganisationen setzt sie sich für gute Rahmenbedingungen und eine nachhaltige Entwicklung der Luftfahrt ein.

Ihr Ziel bleibt unverändert: die Bedeutung der Luftfahrt für Mobilität, Wirtschaft, Ausbildung und technologischen Fortschritt sichtbar zu machen und die Zukunft der Ostschweizer Luftfahrt aktiv mitzugestalten.

Präsidenten

Remo Freund

Markus Rohrer

Felix Meier

Frido Stutz

Bruno Scherrer

Raphael Widmer-Kaufmann